Die didaktische Perspektive

Die didaktische Perspektive, auf deren Grundlage Grenzgenial arbeitet, besitzt zwei Fokuspunkte. Zum einen denken wir „out of the box“, indem wir einen funktionellen Sprachgedanken verfolgen, bei dem die Anwendung der Sprache im Vordergrund steht. Zum anderen werden die Schüler bei uns durch die Anwendung einer mehr „entreprenanten“ Bildungsperspektive „in die Box“ eingeladen. In diesem Fall sind die Interessen und Fähigkeiten der Schüler der Ausgangspunkt des Unterrichts.(2) Dieser Ausgangspunkt und die Auswahl der Themen eröffnen den Schülern dann die Welt um sie herum.

 

Die Grundlage des didaktischen Ansatzes von Grenzgenial kann grundlegend anhand der folgenden zwei Perspektiven beschrieben werden:

 

1.    Die „entreprenante“ Bildungsperspektive

 

„Dannelsesforståelsen dækker over, at der findes noget, som rækker udover fag og faglighed og som angår den principielt uafsluttede proces i at blive et livsdueligt og myndigt menneske i en kulturel sammenhæng."(3)

 

Diese Lernprozesse können als didaktischer Zugang und ein Hilfsmittel genutzt werden, um die Ideen, Talente, Ressourcen und kreativen Gedanken sowie das Engagement in ihrer (direkten) Umwelt als Ausgangspunkt für den Unterricht zu nutzen.

 

Im Deutschunterricht sollten wir diesen Ansatz für einen nicht nur motivierenden, sondern auch engagierenden Unterricht nutzen. Hier werden die Schüler mit „in die Box“ genommen, um durch und mit den Fähigkeiten zu lernen, die sie sich im Unterricht aneignen. Die Schüler tragen zu dem Unterricht bei, an dem sie teilnehmen. Gleichzeitig erleben sie, wie wichtig der Weg von der Reflektion zur Handlung ist. Ein solcher Unterricht ist nicht nur sinnvoll, sondern auch relevant.

 

2.    Der funktionelle Sprachgedanke

 

Die Verschiebung von einem formellen zu einem funktionellen Sprachgedanken erreicht mehr und mehr dänische Klassenzimmer. Die Sprache wird hier als Fähigkeit und nicht nur als ein System von Regeln verstanden. Die Sprache soll vor allem Sinn geben und besteht aus einem Netzwerk von Beziehungen.

Dies bedeutet nicht, dass im Unterricht nicht auch mit der Struktur der Sprache gearbeitet wird, wenn es sinnvoll ist. Die Sprache soll jedoch in erster Linie dafür genutzt werden, sich auszudrücken, seine Meinung zu vertreten und zu anderen Meinungen Stellung zu nehmen. Darüber hinaus wird sie genutzt, um sich in einer kommunikativen Situation sozial und relational zu verhalten.

 

(2) Den didaktiske tilgang til tyskundervisning her følger bevægelsen mod et dynamisk kultursyn og funktionelt sprogsyn i Annette Søndergaard Gregersen (red) (2.udg.): Sprogfag i forandring – pædagogik og praksis, Samfundslitteratur 2015, s. 15 og kombinerer dette med et entreprenant dannelsesperspektiv. Se eksempelvis Anne Kirketerp og Karin Svennevig Hyldig: Innovation i folkeskolen – foretagsomhed som kompetence, Dansk Psykologisk Forlag 2016.

(3) Nordisk ministerråd, ”Fra drøm til virkelighed”, s.5 http://www.ffe-ye.dk/media/783491/fra-droem-til-virkelighed.pdf

 

Se den danske oversættelse her.